Bewerbung

Diese Beschreibung ist aus dem Jahr 1999/2000 und damit mit Sicherheit nicht mehr aktuell. Neuere Infos gibt es auf den jeweils verlinkten Seiten!

Der Ablauf ist wahrscheinlich bei jeder Organisation anders. Ich hatte damals auch bei Kirchen angefragt und dort wurde meistens als Voraussetzung „Erlernen der Sprache“ (in den meisten Fällen Hebräisch) und aktive Mitarbeit in der Kirchengemeinde angegeben. Da das bei mir nicht gegeben war hab ich mich nach dem weiteren Vorbereitungen nicht mehr erkundigt. Da dort sowieso meistens nur eine Stelle zu besetzten war und die meist nur an Leute aus dem eigenen Kirchenkreis hab ich mich dann an die „Freude“ gewannt, bei denen der Ablauf etwas anders aussieht.

Freunde der Erziehungskunst Rudolph Steiners

Die Freunden sind ein Waldorf Schulen naher Verein, über den man sich entsprechende, auf den Grundlagen Rudolph Steiners basierende, Stellen „suchen“ kann. Man bekommt eine Liste mit schon einmal besetzten Stellen zugesandt und kann sich dort bewerben. Auch neue Stellen sind möglich, es wird dann versucht diese Stelle beim Bundesministerium anzumelden. Wird man von einer Stelle genommen, dann geht man damit zu den Freunden und die organisieren den Rest — gegen Bezahlung der Versicherung und Verwaltungskosten. Das ganze kostet also…

Bewerbung

Mir wurde damals von den Freunden eine Liste der schon einmal besetzten Stellen zugesandt (neue sind aber auch möglich) und bei den Stellen habe ich mich dann beworben. Da dieses sicher jetzt anders läuft verweise ich an dieser Stelle nur auf die Überblicksseite zum Freiwilligendienst der Freunde. Dort sind auch die Infos zur genauen Bewerbung verknüpft.

Grob gesagt kann man sich für zwei verschiedene Typen an Stellen bewerben: Camphill und nicht Camphill. Ich hab mich damals für Camphill entschieden. Camphill bedeutet grob gesagt, das man mit Behinderten lebt und für sie sorgt. Die anderen Stellen sind meistens Stellen an Walldorf-Schulen. Über Camphills kann man sich unter www.camphill.org.uk informieren. Auch in Deutschland gibt es Camphills.

Tipp: Camphills brauchen immer Leute, also nicht um eventuelle Fristen kümmern, Stelle raussuchen, die einem gefällt und anfragen.

Bewerben musste ich mich damals mit allerlei Brimborium: Medizincheck, polizeiliches Führungszeugnis und Referenzen, sowie einem etwas längeren Fragebogen zu meiner Motivation. Die ersten drei sind, so weit ich weiß, in Großbritannien und auch anderswo vom Staat vorgeschrieben.

Nachdem man bei einem Camphill genommen wurde geht man mit dem Vertrag zu den Freunden und wird dann zu einem verpflichtenden Vorbereitungsseminar eingeladen, auf dem Ehemalige erzählen, wie es ihnen so ergangen ist. Auf diesem Vorbereitungsseminar wurde mir zum ersten Mal bewusst, worauf ich mich da eingelassen habe. Außerdem wird einem noch etwas zu den Formalitäten erzählt.

Die ganze Bewerbung kann man aber ohne Probleme innerhalb von wenigen Wochen über die Bühne ziehen und das geht auch noch bis wenige Wochen vor dem Antritt der Stelle. Vorher anfangen ist natürlich sehr viel besser, dann bekommt man keinen Stress und kann in aller Ruhe eine Stelle aussuchen.

Kosten

Ich musste damals (1999/2000!) rund 1000 DM an Versicherung und nochmals 500 DM an Verwaltungskosten bezahlen. Für das Vorbereitungsseminar kamen nochmal 150 DM dazu. Das Camphill hat hiervon (erstmal) nichts übernommen!

Seit einiger Zeit muss man das anscheinend nicht mehr so direkt an die Freunde zahlen, sondern die Freunde erwarten von dir, bzw einem von dir organisierten Spenderkreis, eine Spende in Höhe von 1500 – 2400 Euro, die die Kosten für Versicherung und Verwaltung decken soll. Da ich diese Prozedur damals nicht mitmachen musste kann ich dazu auch nicht mehr sagen.

Seit 01.01.2002 wird auch das Kindergeld für die Zeit des Dienste weiter bezahlt.